Von der Stadtwagnerei und Skihersteller zum renommierten Sportdienstleister

Die Stadtwagnerei von 1861 bis 1921
Als der Stadtwagner Johann Georg Schlechter im Jahre 1861 die Wägen und Schlitten erzeugte, hatte er schon damals leichteres Bewegen von Gütern für die Land und Stadtbevölkerung zu seinem Lebens- und Unternehmerinhalt gemacht. Heute wie damals war es der Unternehmerzweck Geräte zu erzeugen, welche ein müheloseres Fortkommen und Befördern von Personen erleichtern.

Die Skierzeugung von 1921 bis 1970
Das mag wohl auch der Grund gewesen sein, im Jahre 1921 den damaligen Wagner Hansjörg Schlechter im Alter von 18 Jahren die ersten Skier, welche in Kitzbühel erzeugt wurden, den heimischen Skifahrern anzubieten. Auch die Freizeit wurde damals mit Klettern und Skifahren genützt. Es dauerte also nicht lange bis der Kitzbüheler Ski zu Sportgerät der Kitzbüheler Einheimischen wurde.

Vom Stadtmagistrat der Stadt Kitzbühel erhielt Hansjörg Schlechter die Genehmigung das Stadtwappen mit der Gams auf seinen Produkten, welche hergestellt und angeboten wurden anzuführen. Schon im Jahre 1934 wurde Prof. Alfons Walde ersucht eine plakative Vorstellung des Kitzbüheler Skis zu entwerfen und gestaltete somit ein bis in die heutige Zeit reichende Darstellung des Begriffes Kitzbüheler Ski. Durch den zunehmenden Tourismus bauten Kathi und Hansjörg Schlechter ein modernes Geschäft im Hause Hinterstadt aus. Die damals erzeugten Skier wurden aus Eschenholz und Hikory Holz erzeugt, welches aus Amerika importiert wurde. Eine eigene Skistockerzeugung mit Bambus, verleimten Tonkin- und Haselnusstöcken rundete das Programm um den Skisport ab. Im Jahre 1936 wurde auch der schnellste Ski der Welt aus der heimischen Skiwertstätte Hansjörg Schlechter erzeugt welcher von Leo Gasperl gefahren wurde und der damit den Geschwindigkeitsrekord von 124 km/h erzielte (Dieser Ski ist im Bergbahnmuseum zu Besichtigen). Im Jahre 1940 wurde Hansjörg Schlechter jun. geboren. Der Vater wurde zur Wehrmacht eingezogen.

Katharina Schlechter führte den Betrieb weiter. Im Jahre 1945 stürzte Hansjörg Schlechter am kleinen Rettenstein in den Tod und Katharina Schlechter führte den Betrieb in voller Größe weiter. Schon im Jahre 1951 verlegte Katharina Schlechter die Werkstätte in die Jochberger Straße, da für einen Handwerksbetrieb mitten in der Stadt kein Platz mehr war.

In der Zeit zwischen 1951 und 1959 wurde der Kitzbüheler Ski als Schichtenski erzeugt und für zahlreiche zukünftige Rennfahrer aus Kitzbühel war der Kitzbüheler Ski der erste Ski. Auch bei der Entwicklung und Verarbeitung von Skibelägen war die erste Kitzbüheler Skiwerkstätte führend. Schon im Jahre 1951 wurden Polyäthylen-Beläge (Kofix-Erfinder Dr. Walter Kofler) verarbeitet. Heute verarbeiten alle Skihersteller Polyäthylen in den angebotenen Extrudierungen.

Hansjörg Schlechter jun. erlernte das Skimacherhandwerk und übernahm im Jahre 1960 die Skierzeugung. Als 20jähriger meldete er schon zahlreiche Musterschutz und Patente an, darunter auch einen Metall/Kunststoffschichtenski.

Diese Konstruktion wird heute noch verwendet. Ab dieser Zeit wurden Metallcompoundskier und Kunststoffskier erzeugt und unter Namensmarken Steeloflex Glasflex und Epo Glas auf den Markt gebracht und verkauft. Die Handwerkleiche Skierzeugung wurde bis zum Jahre 1970 aufrechterhalten, aber es zeichnet sich eine Unrentabilität ab.

Die Industrialiesierung war angesagt und kleine Handwerksbetriebe konnten den Wettbewerbsdruck nicht verkraften.

Sportartikelhandel, Sportgeräteverleih und Sport Service 1970 - heute

Das Motto: Bewegen ist Leben

Da die Firmenbezeichnung "Erste Kitzbüheler Skiwerkstätte" nicht mehr neuen Erkenntnissen entsprach, wurde die neue Firmenbezeichnung in KITZSPORT umbenannt, da Sport mit Kitzbühel und der Fa. Hansjörg Schlechter ein einzigartiger Begriff war. Kitzbühel, Kitzsport und die Kitzbüheler Gams wurden zu
einem erkennbaren Markenzeichen (seit 1930 Genehmigung der Stadtgemeinde Kitzbühel zur Führung der Gams).

Die Weichen zu neuen Vertriebsformen wurden sehr früh erkannt und die Fa. KITZSPORT schloss sich schon ein Jahr nach der Gründung der Sport Ring heute Intersport im Jahre 1965 als freies Mitglied an. Hansjörg Schlechter war der Intersport vom Jahre 1976 bis zum Jahre 1994 als Vorstand tätig. In den Jahren 1988 bis 1994 war Hansjörg Schlechter Vorsitzender des Vorstandes der Intersport Österreich. Für diese Tätigkeit wurde ihm die goldene Verdienstmedaille des Genossenschaftsverbandes verliehen.

Auf dem Skiservicesektor wurden neue Maßstäbe gesetzt und schon im Jahre 1976 wurde die erste Steinschilffmaschine installiert. Auch bei dieser Innovation konnte die handwerkliche Fähigkeit aus der Skierzeugung genutzt werden.

Durch die Heirat mit Helene Graswander (ehemalige ÖSV-Kaderläuferin und Staatsmeisterin im Slalom 1972) kam das Geschäft SPORT PEPI zu KITZSPORT und leistete dafür einen großen Vertrauenswert mit Synergie im Sportdienstleistungssektor.

Im Jahre 1980 wurde von vielen Freunden und Kunden der SPORTVEREIN SV KITZSPORT gegründet, dessen Vereinszweck die Förderung des Breitensports ist.

Der Verein ist stolz über 500 Mitglieder betreuen zu können. Viele Kitzbüheler Sportvereine greifen auf die Erfahrung des SV-KITZSPORT zu und zeigen zugleich die Kooperationsfähigkeit mit allen Sportinteressierten auf nicht kommerzieller Ebene.

Schneearme Winter verschonten auch Kitzsport nicht und aus dieser Erfahrung wurde die Unternehmungsstrategie der Zukunft neu angedacht und positioniert.

Aus der Überlegung nahe zum Konsumenten bzw. zum Sportübenden zu sein wurden in Abstimmung mit der Bergbahn AG, die Servicestellen Fleckalmbahn, Pengelstein Berg, Hahnenkammbahn zu Dienstleistungszentren ausgebaut.

1999 wurde Sport Pepi in der Hahnenkammstraße total umgebaut und strahlt seither in 3 Verkaufsetagen. Auf über 320m² werden Sportartikel attraktiv dem Kunden angeboten.

Der Um- und Neubau des Hauptgechäftes in der Jochberger Straße im Jahre 2001 ermöglicht es, dem Kunden eine Verkaufsfläche von 955m² zu präsentieren. Um sich von der Anonymität der Großflächengeschäfte abzuheben, soll auch in Zukunft die persönliche und fachmännische Betreuung unsere Stärke von Kitzsport sein.

Die Hahnenkammbahn wurde im Jahre 2007 auf über 1200m² ausgebaut. Hier bietet man dem Kunden neben Verkauf und Verleih auch dem Kunden ein beheiztes Skidepot an. Zahlreiche Kunden nützen diese einmalige Service und gehen mit "Straßenschuhen" direkt zur Talstation der Hahnenkammbahn. Steigen in "warme" Skischuhe ein und genießen den Skitag in vollen Zügen.

Um den Warenfluss sicherzustellen wurde auf dem bestehenden Servicegebäude im Stockerdörfl Feld ein zentrales Warenlager mit über 400m² gebaut. Alle Verkaufsstellen werden direkt beliefert und Kunden haben dadurch raschen Zugriff auf alle Sortimente die angeboten werden.

Erweitert wurde im Jahre 2009 die Service Verkaufsstelle in Klausen Fleckalmbahn in Kirchberg.

Skijugendförderung
Seit dem Winter 2004/05 ermöglicht KITZSPORT einheimischen Kunden für Skier/Schuhe/Stöcke/Bindung eine besondere Vergünstigung. Diese Aktion läuft immer im November und wird massiv beworben.

KITZSPORT Nr. 1 in Sachen Sport und Freizeit